Was gibt es Neues in Craft 1.3?

Allerdings wurden nicht einfach die Funktionen des Plugins eingefügt, sondern das Konzept sinnvoll erweitert. So kann jede Matrix verschiedene Blöcke von Inhaltstypen und Feldern haben. Und um das alles zu krönen, wird Matrix nicht - wie ursprünglich angedacht - als kostenpflichtige Erweiterung verkauft, sondern ist Core-Bestandteil von Craft 1.3.

Matrix

Matrix-Felder bestehen aus selbst definierbaren Inhaltsblöcken. Jeder Block wiederum kann beliebig viele Felder beinhalten, passend zu dem Inhalt dan man abbilden möchte. Innerhalb des Matrix-Feldes lassen sich beliebig viele Blöcke hinzufügen, anordnen oder löschen.

Dadurch sind etwa Artikel wie bei Verge möglich, die aus Texten, Zitaten, Galerien oder Tweets bestehen, ohne dass die Reihenfolge dieser Elemente vorgegeben ist. Oder ein Essens-Blog, der neben normale Texte auch Rezepte beinhaltet.

Vorteil bei dieser Blog-Lösung im Vergleich zu den Shortcodes von WordPress ist, dass die Bedienung für den Redakteur einfach und verständlich ist. Per Knopfdruck einen Block hinzufügen, diesen befüllen und dann per Drag & Drop die Reihenfolge ändern. Entwickler werden die Kontrolle über den Quellcode leben, da für jeden Block das Markup im Template vorgeben werden kann.

Wie bei all den anderen Feldtypen kann man Matrixfelder an alles anheften, was gewollt ist: Entries, Assets, Tags, Users oder Globals. In der Datenbank hat dann jedes Matrixfeld eine eigene Inhalts-Tabelle, wird aber ansonsten genauso gespeichert wie die anderen Feldtypen.

Meinung

Mich hat die Aussage verwundert, dass Pixel & Tonic nur wenige Wochen brauchte, um die Funktionen ihres Matrix-Plugins in Craft zu integrieren. Zumal die Hauptarbeit in die hervorragende UI geflossen sein soll. Letztendlich war Matrix vom ersten Tag der Beta das meistgewünschte Feature der Community und darauf mussten wir bis November warten.

Umso glücklicher bin ich, dass wir nach fünf Monaten Craft endlich Matrix haben. Für mich das fehlende Puzzle, um Craft endlich auch in Kundenprojekten einsetzen zu können.

Im September als Eintragstypen und Sektionstypen ihren Weg ins CMS fanden, dachte ich mir "jetzt fehlt nicht mehr viel." Aber ab Version 1.3 kann ich Craft endlich nahezu bedenkenlos empfehlen.

Foto von Thomas Sausen

Selbstständiger Webentwickler, der 2005 mit WordPress-Websites anfing, dann zu ExpressionEngine wechselte und 2013 sein Herz an Craft CMS verlor. Als Gründer von Craftentries, berichtet er seit 2015 über das Craft-Ökosystem.

Thomas Sausen

Webentwickler