Craft 3

Diese Website läuft seit Dezember 2017 mit Craft 3, damals wurde der erste Release-Candidate veröffentlicht und ich wagte sofort das Upgrade.

Echte Probleme hatte ich während der mehrmonatigen Testphase nicht, weswegen man nun mit der fertigen Version nahezu bedenkenlos upgraden können sollte - sofern alle verwendeten Plugins verfügbar sind.

Die wichtigsten Neuerungen

  • Multi-Site
  • Bild-Editor: Zuschneiden, rotieren, spiegeln und das Setzen von Fokuspunkten bei Dateien ist im CMS möglich
  • Datei-Vorschau: Shift + Spacebar drücken und man sieht eine Vorschau der Dateien.
  • Debug-Toolbar
  • Element Queries: Genau den Inhalt im Query holen, der gebraucht wird.
  • PostgreSQL
  • Plugin Store: Craft-Plugins finden, ausprobieren und kaufen direkt aus dem Control Panel

Weiterhin setzt Craft 3 PHP 7 voraus und nutzt daher alle Performance-Vorteile, die die neuen Sprachenversion mit sich bringt. Craft 3 ist als Composer Package erhältlich. Das CMS basiert auf Yii 2 und ist diesmal deutlich näher an den Yii-Konventionen angelehnt.

Versionen und Preise

Craft 1 war komplett modular. Core-CMS kostenlos und man kaufte sich Features in Form von Paketen hinzu.

Craft 2 änderte dies und stellte auf Editionen um. Personal für persönliche Websites, Client für kleine Kunden und Pro für alle anderen Projekte. Doch die Differenzierung auf Inhaltsebene war nicht immer passend. Craft 2.5 löste die Grenzen etwas weiter auf und Craft 3 verschmelzt sinnigerweise die Personal- und Client-Edition in eine Namens Solo.

Ab sofort gibt es nur noch zwei Craft-Lizenzen: Solo ist kostenlos nutzbar und Pro kostet 299 US-Dollar (plus 59 US-Dollar pro Jahr für Updates).

Beide Versionen bieten:

  • Sektionen, Kategoriegruppen, Dateien etc. ohne Limit
  • Multi-Site und Lokalisation
  • Unterstützung von Cloud-Diensten wie Amazon S3

Pro-Variante bietet zusätzlich:

  • Benutzerverwaltung, Benutzergruppen und Benutzerrechte
  • Support für Entwickler

Fazit

2015 sah ich erstmals ein Sneak-Peak von Craft 3 während der Craft Summit. Für mich damals undenkbar, dass dieses CMS erst 2018 erscheinen würde. Umso glücklicher bin ich, dass die Wartezeit vorbei ist.

Ich selber nutze Craft 3 mehrere Monate und bin von den Verbesserungen angetan.

Mein aktueller Höhepunkt ist aber die neue Preisstruktur, die sinnvoll vereinfacht wurde. Erstmals habe ich das Gefühl, dass Craft diesbezüglich alles richtig macht.

Foto von Thomas Sausen

Selbstständiger Webentwickler, der 2005 mit WordPress-Websites anfing, dann zu ExpressionEngine wechselte und 2013 sein Herz an Craft CMS verlor. Als Gründer von Craftentries, berichtet er seit 2015 über das Craft-Ökosystem.

Thomas Sausen

Webentwickler