Craft 2 mit neuem Preismodell

Insgesamt werden 250 neue Funktionen und Verbesserungen eingeführt, darunter ein besseres Admin, neue Codebasis, Kategorien-Support, acht verschiedene Caching-Methoden und vieles mehr. Es ist schon seltsam, dass wir auf ein recht banales Feature wie Kategorien bis zur Version 2.0 warten mussten.

Besonders erfreulich ist aber, dass es ein neues Preismodell gibt, ab sofort gibt es nur noch drei Lizenztypen anstatt viele verschiedene Zusatzpakete. Und um das noch zu toppen, ist Craft 2 ein kostenloses Upgrade und jeder, der mindestens ein Zusatz-Paket kaufte erhält kostenlos eine Craft 2 Pro Lizenz. Sehr erfreulich ist ebenfalls, dass Pixel & Tonic sich die Kritik an dem Lizenzmodell von Craft 1 zu Herzen nahm und diese mit Craft 2 anpasste, so dass diese nun besser für Plugin-Entwickler sind.

We haven’t been in love with our pricing model. On one hand, some of our customers voiced that it was too complicated, with each site requiring five separate purchase decisions. On the other hand, some of our customers wished for more granularity.
Pixel & Tonic

Nachfolgend stelle ich das neue Preismodell vor.

Craft Personal

Ersetzt die alte kostenlose Core-Variante, bleibt kostenlos und ist für kleinere Websitees oder Blogs gedacht. Kostenlos bedeutet aber auch Einschränkungen und so lassen sich nur 1 Channel und 5 Singles erstelle. Weiterhin ist nur ein Benutzeraccount nutzbar und auf mehrsprachige Websites, Beitragsversionierung oder Cloud-Hosting muss gänzlich verzichtet werden.

Craft Client

Für 199 US-Dollar gibt es keine Einschränkung bezüglich Channels oder Singles. Mit Structures bekommt man sogar einen weiteren Eintragstypen dazu.

Beitragsversionierung, Entwürfe sind ebenso enthalten, wie die Möglichkeit das Branding des CMS leicht zu verändern (eigenes Logo, E-Mail-Template etc.). Zwei Benutzeraccounts sind verfügbar: 1x Admin und 1x Client (Redakteur), dadurch kann der Kunde seine Inhalte pflegen und kann keine sonstigen Fehler im Control Panel verursachen.

Auch wenn sich mit Personal Websites für Auftraggeber realisieren lassen - sofern man mit den Beschränkungen leben kann -, ist die Client-Variante wie der Name vermuten lässt die logische Wahl für kleine Kundenprojekte. Sobald ein Newsbereich mit mehreren Autoren gepflegt werden muss, greift man zur Pro-Fassung.

Craft Pro

Bei Craft Pro gibt es keine Einschränkungen mehr. Alle Funktionen der Client-Variante sind vorhanden und zusätzlich gibt es eine ausgereifte Benutzerverwaltung. Es können so viele Benutzeraccounts erstellt und in Gruppen eingeteilt werden, wie benötigt und die Rechte eines jeden Benutzers lassen sich sehr genau definieren.

Mehrsprachige Websites sind ebenso möglich wie die Nutzung von Amazon S3 und anderen Cloud-Lösungen zur Speicherung der Dateien.

We’re really excited about this. We think it’s a much simpler model, and the new price points are going to help get Craft into the hands of even more people. We hope you agree!
Pixel & Tonic

Fazit

Als Craft-Nutzer der ersten Stunde, habe ich mich über die neue Lizenzstruktur sehr gefreut. Die Funktionen von Craft Client haben bisher 299 US-Dollar gekostet, wenn man die entsprechenden Craft 1-Packages gekauft hätte. Summiert man alle Craft Pro-Packages, hätten diese bei Craft 1 satte 695 US-Dollar gekostet.

Mit Craft 2 wird das ganze Preismodell deutlich vereinfacht und lässt sich damit auch Kunden besser verkaufen. Da hilft auch der Umstand, dass man jederzeit in den höheren Tarif wechseln kann.

Schön ist auch, dass man mit Craft Personal viel anstellen kann, so dass diese Version deutlich mehr ist als eine Demo. Möglicherweise entdecken jetzt einige Webentwickler und Agenturen das CMS, werden davon überzeugt und die Mundpropaganda sorgt für eine weitere Verbreitung von Craft.

Foto von Thomas Sausen

Selbstständiger Webentwickler, der 2005 mit WordPress-Websites anfing, dann zu ExpressionEngine wechselte und 2013 sein Herz an Craft CMS verlor. Als Gründer von Craftentries, berichtet er seit 2015 über das Craft-Ökosystem.

Thomas Sausen

Webentwickler